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Energiegenossenschaft Main-Kinzigtal e.G.

Presseartikel 2018

ausgewählte Presseartikel zu unserer Genossenschaft

 

Die Pressemitteilung zu unsere Generalversammlung lautete wie folgt:

Kontinuität bei der Energiegenossenschaft Main-Kinzigtal eG

Am 21. Juni trafen sich im Bürgerhaus Biebergemünd die Energiegenossen zu ihrer jährlichen Jahreshauptversammlung.

Nach einleitenden Worten durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Albrecht Staab berichtete Vorstand Jürgen Staab über das vergangene Geschäftsjahr 2017. Anschließend stellte der Mainzer Steuerberater Klaus Bartholomäi die Bilanz der Muttergesellschaft und der Töchter vor. Nach einer kurzen Aussprache und Beschluss über die Gewinnausschüttung wurden Aufsichtsrat und Vorstand entlastet. Am Schluss gab es neben einem Ausblick zu weiteren Projekten und einem Überblick über das bereits laufende Geschäftsjahr mit den damit verbundenen Erträgen durch Vorstand Hugo Nick eine kurze Diskussionsrunde bevor dann Aufsichtsrat Albrecht Staab die Versammlung schloss.

 

Pressemitteilung Vortrag H.J. Fell am 22.03.2018:

Vater der “Erneuerbaren” bei den Energiegenossen

Biebergemünd-Kassel (hg). „100 Prozent erneuerbare Energien sind weltweit machbar und günstiger als Kohle, Atom und Öl“ – mit dieser Vision stieß der „Vater“ des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, Hans-Josef Fell, auf offene Ohren. Kein Wunder, war er doch zu Gast bei der Energiegenossenschaft Main-Kinzigtal im Bürgerhaus Kassel. Zum Vortragsabend begrüßte Vorstand Jürgen Staab nicht nur den Referenten, sondern auch Florian Voigt, den Projektleiter der Hessischen Energiespar-Aktion (HESA), der die anschließende Diskussionsrunde moderierte. Im gut gefüllten Saal gab es reichlich Beifallsbekundungen.
Fell, der ein Lehramtsstudium in Physik und Sportwissenschaften absolvierte, ist seit 1992 Mitglied der Grünen und war von 1998 bis 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages und hierbei prägend bei der Ausarbeitung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, das er übrigens durch die Änderungen der schwarz-roten Regierung in großen Teilen ausgehebelt sieht. Fell war mehrere Jahre Geschäftsführer der Hammelburger Solarstromgesellschaft. Von 2005 bis 2011 war er Vizepräsident von Eurosolar, außerdem ist er Mitglied des Umweltbeirates der Umweltbank AG. Fell ist Initiator der Energy-Watch-Group, deren Präsident er seit März 2014 ist.

„Dass wir auf Erneuerbare umstellen müssen, hat viele Gründe“, sagte Fell, der zuvorderst die Angst vor der Erderwärmung anführte. „Die Wetterextreme nehmen zu“, bilanzierte der Referent und wies auf Überflutungen, Stürme, Trockenheit, Waldbrände, Meeresspiegelanstieg und weitere Szenarien hin. Eine globale Abkühlung sei machbar: „Wir können es bewältigen, wir müssen dafür nur gemeinsame Anstrengungen unternehmen.“
Einen zweiten Grund für eine Energiewende sieht Fell in den Kriegen. „Wir können eigentlich immer wieder feststellen, wo Erdöl ist, ist auch der meiste Krieg. Der Rohstoff Öl ist die wichtigste Kriegswaffe. Mit Sonnenstrahlen können wir keinen Krieg führen. Wo Erdöl, Uran und Erdgas ist, gibt es die Zerstörung von Lebensräumen, Armut, Klimaerwärmung, Ausbreitung von Wüsten, Vernichtung von Agrarland.“ Eine Umstellung auf erneuerbare Energie vermindere Kriegsursachen, Terrorfinanzierung, bekämpfe die Armut und die Klimakrise. Hierbei sieht Fell die Rettung nicht durch die Flucht ins Erdgas. „Erdgas ist klimaschädlicher als Kohle“, führte er auf und belegte die Thesen mit zahlreichen Folien.
Aber wie die Erde abkühlen? Die Forderung ist: Stopp der Klimagasemission. 20 Millionen Klimaflüchtlinge machten ebenfalls deutlich, wie wichtig ein Umdenken ist. „Erstes Ziel muss es sein, kein Klimagas mehr in die Atmosphäre zu entlassen. Wir müssen umstellen auf eine Technologie, die aus erneuerbaren Energien besteht. Und die sind kostengünstiger als die alten fossilen und nuklearen“, verspricht Fell. Das Stoppen der Emissionen reiche nicht aus, weil die Konzentrationen der Klimagase in der Atmosphäre schon heute zu hoch seien. Fell spricht sich für dafür aus, den Kohlenstoff aus der Atmosphäre zu ziehen. Zu erreichen sei das durch Humusaufbau, großflächige Aufforstung, Grünlandbeweidung, biologische Landschaft und die gärtnerische Nutzung von Stadtflächen. Nur so sei das Ziel der Reduzierung auf vorindustrielle Zeiten zu erreichen.

Erneuerbare Energien können mit politischer Unterstützung sehr schnell wachsen, heute betrage ihr Anteil am Bruttostromverbrauch in Deutschland 35 Prozent. Ab 2011 sei in dem Bereich eine negative Trendwende zu verzeichnen. Während China mit Investitionen von 133 Milliarden Dollar im Jahr 2017 eine Vorreiterrolle spielt, würden Investitionen durch Kürzungen von Förderprogrammen in der westlichen Welt stagnieren beziehungsweise rückläufig werden. „Kein Wunder, dass durch Stagnation die Emissionen in Deutschland steigen“, kritisierte Fell. „Der Ausbau der Windkraft an Land in Deutschland hat im letzten Jahr mit rund 5,5 Gigawatt eine neue Rekordmarke erreicht. Doch eine Vielzahl von Gründen wird den Ausbau in den nächsten Jahren deutlich eindämmen, und das, obwohl wir eigentlich einen stärkeren Ausbau benötigen, wenn man die Pariser Klimaschutzziele umsetzen will.“ Verantwortlich dafür sei vor allem die Umstellung auf Ausschreibungen, die die stärkste Kraft hinter dem erfolgreichen Ausbau der Windenergie, die Bürgerenergiegemeinschaften, weitgehend aussperrten. Aber auch landesspezifische Regelungen seien dafür verantwortlich, dass der Ausbau teilweise zum Erliegen gekommen ist. Hier bekam er viel Applaus von den anwesenden Mitgliedern der Energiegenossenschaft. Die Folge einer verfehlten Klimapolitik sieht Fell in dem massiven Rückgang des Ausbaus von Wind- und Solarenergie mit dem Ergebnis, Deutschland zum Klimasünder zu machen.

In der anschließenden Diskussionsrunde stimmten die Anwesenden weitgehend den Ausführungen des Referenten zu, die ganz im Sinne der Energiegenossenschaft waren.

 

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